Der Traum nahezu völliger Flexibilität rückt mit der Industrie 4.0 ein gutes Stück näher: Losgröße 1. Gemeint ist damit die Herstellung von ganz individuellen Produkten als Einzelstücke – und zwar in der industriellen Fertigung und NICHT in einer Manufaktur. Was bisher quasi unbezahlbar war, wird im Rahmen der vernetzen Produktion rentabel und zum Standard in der Produktion. Der Trend zur Individualität in der Gesellschaft birgt ein erhebliches Umsatzpotential.

Wie wird in der Industrie 4.0 eine Losgröße 1 in der Produktion erreicht? Wie entsteht ein solcher Kostenvorteil in der Produktion, dass Einzelstücke in der Massenproduktion möglich sind? Allgemein gesehen werden besser abgestimmte Prozesse die eingesetzten Ressourcen schonen. Verbunden mit einer gesteigerten Energieeffizienz können durch eine vernetzte Produktion schon deutliche Einsparungen erzielt werden. Doch speziell die sich selbst organisierende, vernetzte Fabrik macht den Sprung von Kleinserien zur Losgröße 1 (zu bezahlbaren Preisen): Die Vernetzung mit Kunden, Lieferanten und weiteren (weltweiten) Produktionsstandorten stellt sicher, dass jederzeit bekannt ist, welche Produkte in welcher Stückzahl hergestellt werden sollen. Verbunden mit Informationen über die Verfügbarkeit von Maschinen und Werkzeugen sowie die notwendigen Rohstoffe und Vorprodukte können diese zielgenau (Ausprägung, Lieferzeitpunkt, Menge) und automatisch bestellt werden. Geht man noch einen logischen Schritt weiter, kann durch vorbeugende Maßnahmen auch die Verfügbarkeit der eigenen Produktionsfaktoren deutlich gesteigert und an den aktuellen Bedarf angepasst werden (hierzu weitere Informationen beim Thema „Predictive Maintenance“).


Was ist das nun genau, eine „intelligente Fabrik“ bzw. „Smart Factory“? Hierzu weitere Informationen in der nächsten Woche!: (2.9) Smart Factory